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Aktuelles

Programm Treffen von Herrn Ascan Egerer mit Vertretern Initiative Radschnellweg GL-K am Donnerstag, 10.3.2022

 

Gaststätte EM Höttche, Außenbereich, Köln-Dellbrück, Gierather Straße 10

 

9.00 Uhr Begrüßung und Einführung

Dr. Helmut Röscheisen, Sprecher Initiative Radschnellweg GL-K

Günter Hermkes, Stellvertretender Sprecher Initiative Radschnellweg GL-K

 

9.10 Uhr: Zentrale Aussagen Machbarkeitsstudie mit Ausführungsplanung für Strecke der Initiative und Hauptunterschiede zur RadPendlerRoute

Horst Hülsen, ehemaliger Verkehrsingenieur und Radverkehrsplaner

 

9.45 Uhr Rundfahrt in Köln-Dellbrück und Gierath

Em Höttche - Gierather Straße bis (ab hier Vorschlag RadPendlerRoute) Am Dännekamp -durch Gierather Wald bis Endhaltestelle Thielenbruch – Brambachstraße zurück bis Em Höttche

 

10 Uhr Fahrt über Strecke der Initiative

Gierather Straße – Strundener Straße – Hatzfeldstraße – Dabringhauser Straße (soll nach unserem Vorschlag möglichst umgehend die erste größere Fahrradstraße rechtsrheinisch werden) - Iddelsfelder Straße.

Abzweig Kochwiesenstraße kurzer Stopp mit Erläuterung von Horst Kriebeler, Vorsitzender AK Verkehr, Bürgervereinigung und Runder Tisch Holweide

Burgwiesenstraße – Wichheimer Kirchweg – Wichheimer Straße – Elisabeth-Schäfer-Weg – Querung Frankfurter Straße und Untertunnelung Bahnstrecke.

Abzweig Kopernikusstraße kurzer Stopp mit Erläuterung Vertreter Buchforst mobil

Radweg am Leonardo Hotel vorbei – Kalk-Mülheimer Straße – Istanbulstraße – Unterquerung Autobahn – Radweg an Straße des 17. Juni – Gummersbacher Straße – Lanxess Arena, Stadthaus Deutz – Überquerung Deutz-Mülheimer-Straße - Bahnhof Deutz.

11.30 Uhr Ende der Fahrt und Verabschiedung

Dr. Helmut Röscheisen.

 

Beitrag Sitzung Runder Tisch Rad Mülheim am 16.12.2021

Vorschlag für eine Beschlussempfehlung des RundenTischsRad-Mülheim an die BV Mülheim

Vor dem Hintergrund, dass die Verwaltung dringend einen Planungsbeschluss der BV 9 benötigt, haben sich der Ortsverein der SPD-Dellbrück, der AK des Runden Tischs Holweide, die Initiative Radschnellweg GL-K, die Bürgerinitiative Buchforst-mobil und der RundeTischRad auf folgenden Beschlussvorschlag für die Sitzung der Bezirksvertretung am 17.1.22 geeinigt:

 

Beschlussvorschlag

 

1. Im Bereich Dellbrück soll die Variante der Route (Anschluss Bahnhof Thielenbruch versus Wegführung Gierather/StrundenerStr.) als erste ausgebaut werden, die am schnellsten, kostengünstigsten und einfachsten zu realisieren ist.

Da durch die weitere Wegeführung im Bereich Holweide und Buchforst (s.u.) Kosten eingespart werden, soll die zweite Variante im Bereich Dellbrück schnellstmöglich nach Fertigstellung der gesamten Pendlerroute/Radschnellverbindung ausgebaut werden.

 

2. Die Routenführung im Bereich Holweide soll nach dem identischen Vorschlag des AK-Runder Tisch Holweide  und der Initiative geplant werden.

 

3. Die Routenführung im Bereich Buchheim ist bei Verwaltung und Initiative identisch. Der Elisabeth-Schäfer-Weg und der Bereich der Haltestelle Herlerstr. müssen jedoch optimiert werden, das bedeutet z.B. für den Elis.Sch.Weg eine Verbreiterung und sichtbare Trennung (z.B. durchgezogene Linie) von Fuß-und Radverkehr.

 

4. Die weitere Routenführung in Buchforst soll durch die Kopernikusstr. verlaufen. Auch hier sind Verwaltung und Initiativenvorschlag jetzt identisch, da der ursprüngliche Vorschlag der Verwaltung nur langfristig zu verwirklichen ist. Außerdem ist ebenfalls eine Einigung mit der Bürgerinitiative Buchforstmobil, über den Verlauf der Route durch die Kopernikusstr. mit deren Ertüchtigung vorhanden.

 

G.H. 8.12.21

Vorschlag als PDF

 

Ergänzung und Korrekturen zur Stellungnahme des Ingenieurbüros Lindschulte aus Sicht der Initiative

Initiative Radschnellweg Bergisch Gladbach – Köln                

Sprecher der Initiative:              Dr. Helmut Röscheisen                                                 

Ansprechpartner zum Papier:    Horst Hülsen, Günter Hermkes

                                                                                                                                      8.12.21

 

Radschnellverbindung Bergisch Gladbach – Köln

Hier: Ergänzung und Korrekturen zur Stellungnahme des Ingenieurbüros
         Lindschulte aus Sicht der Initiative

Diese Stellungnahme behandelt nur unsere Radschnellverbindung GL – K. 

1. Beschreibung des Trassenverlaufs der RSV GL -K 

Die folgenden Ausführungen gelten nur für den von den Verfassern der Machbarkeitsstudie und der Initiative bisher detailliert behandelten Teil von Bergisch Gladbach bis zur Frankfurter Straße.

Unsere Trasse beginnt in Bergisch Gladbach am Refrather Weg und verläuft dort im Zuge der ehemaligen Trasse der Straßenbahn (die nach Abschluss der derzeitigen Arbeiten asphaltiert werden muss), der Straße Rodemich und der Gierather Straße und erreicht nach 1,95 km die Kölner Stadtgrenze. Von dort verläuft die Route bis Buchheim weiter im Zuge der Gierather Straße, Strundener Straße, Hatzfeldstraße, Dabringhauser Straße, Iddelsfelder Straße, Kochwiesenstraße, Burgwiesenstraße, über den Verbindungsweg zur Wichheimer Straße und den Elisabeth-Schäfer-Weg bis zur Frankfurter Straße, insgesamt 9,2 km.

Die Straßen sind fast durchweg gering belastete Anliegerstraßen und gemeinsame Fuß- und Radwege, aber selbst die Belastung der durch Zielverkehre zu einem REWE- und einem ALDI-Markt stärker belastete Hatzfeldstraße liegt noch weit unter den Belastungsgrenzen für Radfahren im Mischverkehr (Empfehlungen für Radverkehrsanlagen ERA 2010).

Gewählt wurde die Trasse, weil diese Straßen schon heute von vielen RadfahrerInnen im Alltagsverkehr problemlos benutzt werden, sie sind aber auch Teil des Fernradverkehrs. Das zeigt auch der Radroutenplaner NRW: Der kürzeste Weg entspricht in großen Teilen der Route, bis auf eine Anpassung unserseits zur Vermeidung eines kritischen Abschnittes (Schweinheimer Straße und Haltestellenbereich Vischeringstraße) ist der Weg identisch, wenn komfortables Fahren auf Asphalt/Beton gewählt wird.

Wichtig für die Planung der Radschnellverbindung als Alternative zur geplanten RadPendlerRoute war auch das Bestreben, keine zusätzliche Trasse zu entwickeln, die  zu Lasten des Landschaftsschutzgebiets Thielenbruch und des Naherholungsgebiets entlang der Strunde geht.

 

 

2. Zielsetzungen und eingesetzte Maßnahmen

Die vom Ingenieurbüro Lindschulte angeführten Ziele, deutliche Reduzierung des Kfz-Verkehrs und dadurch weniger Lärm- und Schadstoffbelastung, waren zwar auch Ziele der Initiative. Hauptziel war aber, Radfahrerinnen und Radfahrern zügiges Fahren zu optimalen Bedingungen zu ermöglichen. Der Radfahrende als Pendler möchte zügig und bequem vorankommen, d.h. auf dem kürzesten Weg, auf einer ausreichend breiten und glatten Fahrbahn und möglichst ohne Halte. Die von uns gewählten Anliegerstraßen und Wege erfüllen diese Ansprüche. Sie sind heute schon gut geeignet, sie sind nur zu optimieren und zu einer Radschnellverbindung umzugestalten. Die dafür erforderliche Belastung von mindestens 2000 Radfahrern/Tag für relevante Streckenabschnitte ist heute schon erfüllt.

Die Umformung zu einer Radschnellverbindung wird durch verkehrstechnische und verkehrsrechtliche Maßnahmen erreicht:

Verkehrstechnische Maßnahmen sind

-          Reduzierung aller nicht notwendigen Verkehre wie Schleich- oder 
Schwerlastverkehr,

-          Schaffung einer durchgehende Fahrgasse von 4,5 bis 5 m Breite durch stellenweise Umordnung/Neuordnung des ruhenden Verkehrs,

-          Verbesserung der Sicherheit und des Verkehrsablaufs an den Knotenpunkten, 

-          durchgehende Radverkehrswegweisung und

-          einige notwendige bauliche Maßnahmen.

Und die angestrebten Maßnahmen - Reduzierung Schleichverkehr und Schaffung einer Fahrgasse - können durch die verkehrsrechtlichen Instrumente der Fahrradstraße (Zeichen 244 StVO) mit Zusatzschild „Anlieger frei“ und Markierungen erreicht werden.

Die Anliegerstraßen und die selbständigen Fuß- und Radwege sind sorgfältig analysiert worden. Die Optimierung der Trasse erfolgte streng entsprechend den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen ERA 2010, dem Leitfaden Radschnellverbindungen in NRW und den verkehrsrechtlichen Vorschriften StVO und VwV-StVO. Deshalb gibt es z.B. in unserer Planung auch einige Abschnitte, auf denen die RadfahrerInnen weiterhin im Mischverkehr fahren sollen. 

 

3. Trassenbewertung

Die Trassenbewertungen der Machbarkeitsstudie RadPendlerRoute sind leider nicht im Einzelnen nachvollziehbar. Es ist nicht erkennbar, welches Gewicht den einzelnen Kriterien gegeben wurde.

Die vom Ingenieurbüro Lindschulte ermittelten Bewertungsergebnisse sind 

-          für die RadPendlerRoute                                                  7,0

-          für die Radschnellverbindung                                           6,8

-          für die Kombination RPR von Schlottauer Weg
bis Strundener Straße, der Rest RSV                             7,1.

Bewertet man diese Ergebnisse richtig, weist die RPR ohne die Führung über den Thielenbruch eine geringere Qualität auf als unsere RSV GL – K.  Grundsätzlich ist der Abstand von 6,8 – 7,1 allerdings marginal. 

Auch die bessere Erreichbarkeit der Ziele durch die RadPendlerRoute ist nur scheinbar gegeben. Die Wege zu den genannten Zielen sind nach Süden für die RPR bis maximal 100 m kürzer, beim Weg zum Eingang der Gesamtschule Dellbrück sind es z.B. nur 60 m. Die Gesamtschule Holweide wird dagegen von der Radschnellverbindung GL - K direkt angebunden, auch der Weg zur Grundschule Neufelder Straße nördlich der Straßenbahn ist 100 m kürzer.

Auch die restlichen Wertekategorien werden eher durch die Radschnellverbindung GL – K als durch die RadPendlerRoute erfüllt.

Der im Fazit des Ingenieurbüros Lindschulte angesprochene erhöhte Aufwand, der für  Fahrradstraßen bei einer „hochwertigen“ Umsetzung einiger Planungs- und Baumaßnahmen erforderlich werden kann, z.B. bei der Straßenraumaufteilung und der Knotenpunktgestaltung, kann von uns hier nicht nachvollzogen werden.  

Nicht behandelt wird die Tatsache, dass die Radschnellverbindung mit deutlich geringerem Planungs- und Bauaufwand realisiert werden kann, da die bauliche Infrastruktur weitgehend vorhanden ist.  Außerdem würde die Radschnellverbindung GL – K nur maximal 1 Mio. € kosten (davon nur reine Maßnahmen für den Radverkehr ca. 300.000 €, alles Preisstand 2019) statt 4 bis 6 Mio. € für die RadPendlerRoute. 

 

Schlusswort

Abschließend bleibt noch die Frage, ob ein Ingenieurbüro die eigene ursprüngliche Planung so kritisch hinterfragen kann, dass es zur Erkenntnis gelangt, dass diese für den geplanten Zweck absolut unzureichend war. 

Es spricht also vieles für die Realisierung der Radschnellverbindung der Initiative.

 

Stellungnahme als PDF